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RP-Basics

Dein Charakter

Denk dir eine gute und glaubwürdige Story aus, die in unsere Zeit passt und gestalte deinen Char dementsprechend. Es ist sehr hilfreich, sich ein wenig mit der Zeit zu befassen, vielleicht den ein oder anderen Film zu schauen oder ein bisschen was im Internet nachzulesen.

Du bist ja hier um einen Charakter im wilden Westen zu spielen und hast dir das Setting ja nicht ohne Grund ausgesucht. Viele andere Spieler sind aus den gleichen Gründen hier und geben sich sehr viel Mühe, um alles so authentisch wie möglich zu lassen. Sie wollen ein möglichst immersives Spielerlebnis haben und gestalten und stecken zum Teil sehr viel Arbeit in dieses Vorhaben. Du kannst dies sehr gut respektieren, indem du dir auch einfach etwas Mühe gibst.

Wenn Du da etwas Unterstützung brauchst und dir diese Seite nicht reicht, darfst du dich gern jederzeit an uns wenden. Wir helfen dir da gern weiter. Was das Tolle ist: Du kannst sein, wer immer du willst. Spiele nicht dich selber sondern sei vielleicht einfach mal den extrem rassistische Miesepeter den niemand wirklich mag oder ein absoluter Dümmling, der für alles zu blöd ist und naiv alles glaubt, was man ihm erzählt. Glaub mir; Das macht richtig Spaß. Bitte beachte dabei aber immer unser Regelwerk.

Dein Leben ist dein höchstes Gut.

Du hast nur dieses eine - schütze es. Das sollte bei all deinen Handlungen an erster Stelle stehen und nur in Gefahr gebracht werden, wenn es auch wirklich Sinn ergibt.

Bist Du eine ganz normale Farmerin? Dann macht es keinen Sinn sich in jede Schießerei zu stürzen, sondern vielmehr, sich auch mal zu verstecken, wenn es gefährlich wird. Du musst nicht immer ein „Held“ sein.

Und Sheriffs und Outlaws z.B. begeben sich von ihrer Natur her natürlich schon öfter in Gefahr als andere Spieler.

Angst?

Wenn du z.B. überfallen und mit einer Waffe bedroht wirst, hast Du noch eine große Klappe? Bist du lebensmüde? Man sollte wissen, wann man den Mund zu halten hat und es kann richtig Spaß machen, auch mal so richtig ängstlich zu sein. Scheiß dir in die Hose oder fang an zu heulen. Tatsächlich wird es dir dein Gegenüber sicher danken, denn es ist wirklich sehr ernüchternd und langweilig, wenn jeder einfach nur genervt ist, überfallen zu werden.

Wenn du hingegen wirklich richtig mitspielst, dich in die Situation hineinversetzt und deinen Charakter die Situation wirklich ERleben lässt, haben beide Seiten den RP-Spielspaß, den wir hier gern erreichen möchten und wer weiß, vielleicht dankt es dir dein Gegenüber ja sogar, indem es sich mit dem RP allein zufrieden gibt. Das ist natürlich keine Garantie, aber es wäre nicht das erste Mal. Am Ende des Tages ist es doch so, dass wir hier keine Verlierer haben, solange wir alle schönes RP bekommen und gegeben haben.

Verletzungen

Eins steht fest. Jeder hier verletzt sich öfter als er es ausspielt. Dazu passiert einfach zu oft etwas und manchmal ist man ja auch gar nicht selber schuld daran. Das ist im Grunde auch in Ordnung und niemand wird dagegen etwas sagen. Was Du nicht machen kannst ist JEDE Verletzung zu ignorieren.

Wenn Du allein mit dem Pferd unterwegs bist und stürzt, musst Du dies nicht zwingend ausspielen (kannst du, musst du aber nicht). Auch wenn dich jemand versehentlich erwürgt oder du mal verhungerst, weil du unachtsam warst, musst du nicht tagelang das Bett hüten. Selbst wenn du umgeschossen wirst, musst du nicht immer sofort eine schwere Wunde ausspielen, ABER…

Du solltest schon realistisch ausspielen, dass es dir ab und zu nach einer Verwundung nicht gut geht und die Arbeit vielleicht mal einen Tag ruhen lassen oder nicht sofort im Vollgalopp weiter reiten. Man kann dann auch mal um Hilfe bitten. Vielleicht kann dir jemand bei der Arbeit auf dem Feld helfen, weil du das heute nicht schaffst, weil du eine Schusswunde am Arm hast, oder Du kommst nicht allein aufs Pferd und brauchst Hilfe oder du kannst gar nicht reiten und musst mit der Kutsche transportiert werden.

tipp

Bedenke immer, dass all diese Situationen dich nicht im RP behindern, sondern im Gegenteil - RP generieren!

Auch hier gilt, dass ein hartgesottener Outlaw meist härter im Nehmen ist, als eine kleine zierliche Bänkerstochter und sich eventuell auch mal mit etwas Kokain über die Runden hilft.

Wenn Du allerdings eine Verletzung ausspielst, versuche so realistisch wie möglich auch das Arzt-RP mitzuspielen. Achte darauf, was der Arzt macht und spiel auch Schmerzen aus oder Angst und beachte hinterher, dass Du zum Beispiel deinen Arm erst einmal nicht mehr belasten kannst oder Ähnliches. Je nachdem, was Du für eine Wunde hattest. Wichtig hierbei ist: DU bestimmst, was du für eine Verwundung hast.

2. Charaktergestaltung – Stärken und Schwächen

Ein neuer Server bedeutet auch ein neuer Charakter. Es ist erlaubt, deinem Charakter eine immersive Vergangenheit zu geben, jedoch sollte diese realistisch bleiben.

Es ist nicht erwünscht, verschiedene alte Charaktere zu einem „Übermenschen“ zu vereinen, der gleichzeitig Schmied, Marshal, Arzt und Revolverheld war.

Gestalte deinen Charakter mit Stärken, aber auch mit Schwächen, Fehlern oder Unsicherheiten. Das macht das Rollenspiel spannender und realistischer. Manchmal ist es sogar interessanter, einen einfachen oder unbeholfenen Charakter zu spielen, anstatt einen Alleskönner.

3. Fairness und Freiraum

Zwinge niemandem dein Rollenspiel auf. Reagiere auf dein Gegenüber und gib anderen Spielern immer die Möglichkeit, selbst zu handeln. Niemand sollte in eine Situation gedrängt werden, in der er nicht reagieren kann.

Rollenspiel lebt von Aktion und Reaktion. Es gibt keine Verlierer – wir alle „gewinnen“ gutes Rollenspiel. Auch das Verlieren oder das Zeigen von Schwächen kann die spannendsten Geschichten hervorbringen.

4. Combat Logging und Erreichbarkeit

Das Ausloggen während einer aktiven Rollenspielsituation oder das Fliehen aus dieser ist strengstens untersagt und gilt als Combat Logging.

Sollte ein Serverabsturz, Stromausfall oder ein ähnliches Problem auftreten, ist die Szene beim nächsten Login weiterzuführen. Wenn dies nicht möglich ist, ist das Team umgehend zu informieren.

Nach einer Aktion – beispielsweise einem Überfall – muss der Spieler mindestens 30 Minuten lang auffindbar bleiben. Pferde oder Kutschen dürfen in dieser Zeit nicht verschwinden, und auch ein sofortiger Kleidungswechsel ist nicht gestattet. Das Ausloggen vor Ablauf der Frist gilt ebenfalls als Combat Logging.

5. IC- und OOC-Trennung

Innerhalb des Spiels gilt eine strikte Trennung zwischen IC (In Character) und OOC (Out of Character). Gespräche oder Kommentare über OOC-Themen im Spiel sind untersagt.

Informationen, die du OOC erhalten hast – sei es durch Discord, Streams oder Gespräche – dürfen IC nicht genutzt werden. Dies gilt als Metagaming.

Streamsniping und das Mitwirken in Streams während des aktiven Rollenspiels sind ebenfalls verboten. OOC-Absprachen über IC-Inhalte oder sogenanntes „Scripted RP“ sind nicht gestattet. Ausnahmen gelten nur für Events, die im Vorfeld mit dem Team abgesprochen wurden.

6. Realismus im Alltag

Pflanze nur dort, wo es Sinn ergibt. Weizen wächst nicht im Schnee oder im Wald.

Wenn Kutsche, Pferd oder Charakter Schaden nehmen, ist dies auszuspielen. Ein Totalschaden erfordert Reparatur, ein verletztes Pferd benötigt Zeit zur Genesung, und auch ein Charakter ist nicht nach wenigen Minuten wieder gesund. Überlege dir zweimal, ob eine riskante Handlung für deinen Charakter realistisch wäre.

7. Erinnerungen und Bewusstlosigkeit

Wird dein Charakter bewusstlos und belebst du dich nach der voreingestellten Zeit wieder, darfst du dich an die letzten 30 Minuten vor der Bewusstlosigkeit nicht mehr erinnern.

Dies dient der Fairness und verhindert Powerplay.

8. Jobs und Wandel

Jobhopping ist unrealistisch und nicht erwünscht. Ein Wechsel von der Gesetzesseite zur kriminellen Seite, vom Arzt zum Farmer oder umgekehrt ist nur in Maßen und mit nachvollziehbarem Rollenspiel-Grund gestattet.

Niemand kann alles – denke daran, dass Spezialisierung und Entwicklung deines Charakters für mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit sorgen.

9. Weitere Verhaltensregeln

  • Charakterperspektive: Dein Charakter kann nicht nach hinten sehen.
  • Erkennung: Charaktere dürfen nicht allein an der Stimme erkannt werden.
  • Verlieren können: Auch das Scheitern gehört zum Rollenspiel. Das Ziel ist nicht zu gewinnen, sondern gemeinsam eine Geschichte zu erzählen.
  • RP fördern: Biete anderen Rollenspiel an, gib ihnen Raum und ergreife Gelegenheiten, um Szenen weiterzuführen.
  • Kreativität: Sei kreativ und nutze die Möglichkeiten, die dir das Rollenspiel bietet. Es muss nicht immer ein Item vorhanden sein, um etwas darzustellen.
  • Immersion: Achte darauf, Situationen immersiv darzustellen und realistische Zeit einzuplanen. Aktionen und Reaktionen brauchen ihren Platz.
  • AFK-Verhalten: AFK zu gehen während einer RP-Situation ist respektlos. Wenn nötig, kündige es an.
  • Soundboard und Voicechanger: Diese dürfen nur genutzt werden, wenn sie ins Rollenspiel passen. Trolling ist nicht gestattet.

Zusätzliche Regelung: Die „Glückszahl“ wird durch das Drücken von Page Up im Spielgeschehen simuliert. Aussagen wie „Glückszahl“ sind OOC und nicht erwünscht.

10. Crime-RP und Fairness

Kriminelles Rollenspiel lebt davon, dass beide Seiten Spaß daran haben. Überlege dir gut, ob Gewalt oder eine Entführung wirklich notwendig ist.

Gib deinem Gegenüber immer die Chance, wieder ins Spielgeschehen zurückzufinden. Nach einer Entführung ist die Person so zu platzieren, dass sie gefunden werden kann, oder es muss eine andere faire Lösung gefunden werden. Reines „Item-Jagen“ ist nicht der Sinn von Crime-RP. Es geht um die Geschichte, nicht um die Beute.

11. Folter-RP

Folter ist ein besonders sensibles Thema und nur erlaubt, wenn beide Parteien damit einverstanden sind. Niemand darf in eine Folterszene gezwungen werden. OOC-Grenzen anderer Spieler sind unbedingt zu respektieren. Folterszenen sollten nicht als Machtspiel, sondern als ernsthafte Rollenspielhandlung verstanden werden.

12. Konsequenzen und Verantwortung

Bedenke immer, dass jede Handlung Konsequenzen haben kann, die du nicht selbst kontrollierst. Wenn du Aggression ausspielst, kann das Folgen für dich und deinen Charakter haben. Sei bereit, diese Konsequenzen anzunehmen und ins Rollenspiel zu integrieren.

Zusammenfassung

  • Was ein Char sehen/hören kann:
    • Ein Charakter sieht nur, was sich im Blickfeld befindet und kann nicht nach hinten sehen.
    • Ein Charakter kann nicht durch Wände oder Objekte sehen oder hören.
    • Ein Charakter identifiziert andere nicht allein an der Stimme, wenn sie verschleiert ist (Maske, Voicechanger).
  • Wie sich ein Char zu verhalten hat:
    • Das eigene Leben ist das höchste Gut und muss geschützt werden (kein sinnloses Hineinstürzen in Gefahr, keine " Helden"-Rolle, wenn es nicht zum Charakter passt).
    • In Gefahrensituationen (Überfall, Waffe) ist Angst realistisch auszuspielen (z.B. heulen, zittern, gehorchen), anstatt die Situation mit "großer Klappe" zu ignorieren.
    • Nach einer Verwundung ist die Genesung realistisch auszuspielen (Arbeit ruhen lassen, Hilfe benötigen, Schmerzen ausspielen).
    • Bewusstlosigkeit führt zu Erinnerungsverlust der letzten 30 Minuten.
    • Der Charakter muss einen realistischen Hintergrund haben (kein Alleskönner).